Mut. Innovation. Zuversicht.

Liebe Leserinnen und Leser,

dieser Jahresbericht der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit zum Jahre 2019 erreicht Sie inmitten der weltweiten Krise um die Corona-Pandemie Covid-19. In dieser Zeit historisch einmaliger Herausforderungen wirkt der Rückblick in das Jahr 2019 fast etwas unwirklich, wie ein Rückblick auf die guten alten Zeiten.

Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit ist stolz auf diese Bilanz ihrer politischen Bildungsarbeit im Jahr 2019, die wir uns mit Mut und viel Einsatz erarbeitet haben.

Im Fokus der politisch interessierten Öffentlichkeit in Deutschland standen 2019 die Herausforderungen einerseits durch den Klimawandel und andererseits durch den völkischen und auch terroristischen Rechtsextremismus. In zwei Kampagnen und Veranstaltungsreihen #MachÖkoWiederLogisch und #ClapForCrap haben wir Ansätze für eine innovative und marktwirtschaftliche Bewältigung des Klimawandels präsentiert und mit dem Rapper Ben Salomo über Strategien gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus informiert.

Das Jahr 2019 stand aber auch für uns im Gedenken an zwei Zeitenwenden der deutschen Geschichte, die Liberale wie Walter Scheel und Hans-Dietrich Genscher ganz wesentlich gestaltet haben: die Friedliche Revolution 1989 in der DDR und die Bildung der sozialliberalen Koalition 1969 in Bonn. Insbesondere Walter Scheel, der als Bundesaußenminister und Bundespräsident die Neue Ostpolitik prägte und somit die Impulse für die Deutsche Einheit setzte, haben wir, auch als Ehrenvorsitzenden unseres Kuratoriums, zu seinem 100. Geburtstag im Landtag von Nordrhein-Westfalen im Juni 2019 geehrt. Im November 2019 erfolgte die Verleihung des Walter-Scheel-Preises an Auma Obama in der Bonner Villa Hammerschmidt.

Das Jahr 2019 hat gezeigt, dass viele Bürgerinnen und Bürger ein großes Interesse an liberalen Angeboten der politischen Bildungsarbeit haben.

Steffen Saebisch

In 1.550 Veranstaltungen im Jahr 2019 konnten wir rund 94.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei Veranstaltungen der Stiftung in Deutschland begrüßen, was einer Steigerung von fast 65 Prozent entspricht. Davon waren fast 55.000 Neukunden, die erstmals Veranstaltungen der Stiftung besuchten. Diese beeindruckende Leistung ist insbesondere dem Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verdanken, aber auch unserer Verstärkung in der Fläche durch neue Büros in Leipzig, Schwerin, Erfurt, Münster und Köln. Auch die Gesamtreichweite in der Presse konnte gegenüber dem Vorjahr um 43 Prozent brutto gesteigert werden.

In der Auslandsarbeit haben wir mit dem Thema Innovationen einen Schwerpunkt in unserer weltweiten Projektarbeit gesetzt. Der internationale Kongress „United Nations of Innovation – #HackingDemocracy“ fand im November 2019 in Berlin mit über 200 überwiegend jungen Teilnehmern aus der digital-affinen Community sowie aus zahlreichen Projektländern der Stiftung statt. Unser Global Innovation Hub in Hongkong und ein neues Büro in Madrid mit dem Schwerpunkt zur Entwicklung der Mittelmeerregion sind eröffnet worden.

Das Jahr 2019 hat gezeigt, dass viele Bürgerinnen und Bürger ein großes Interesse an liberalen Angeboten der politischen Bildungsarbeit haben. Die Friedrich-Naumann-Stiftung hat auch im vergangenen Jahr weiter an ihren programmatischen, strategischen und operativen Fähigkeiten gearbeitet, um diese Erwartungen auch in der Zukunft erfüllen zu können.

Wir gehen also mit Zuversicht und Freude den kommenden Herausforderungen entgegen und freuen uns, Sie wieder bei uns begrüßen zu dürfen.

Mit freundlichen Grüßen Ihr Steffen Saebisch Hauptgeschäftsführer der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit