Europa durch die offene Gesellschaft verteidigen

„Besinnen wir uns auf die Kraft der Freiheit, dann werden wir es schaffen.“

Dr. Werner Hoyer hielt die 13. Berliner Rede zur Freiheit


Europa ist ein Haus, das Stein um Stein in vielen kleinen Schritten erbaut wurde – und ich möchte nicht derjenige sein, der von seinen Kindern beschuldigt wird, an dieses Gebäude mit der Abrissbirne gegangen zu sein. Wir müssen die Latte höher legen, um Wohlstand und Frieden zu sichern.“ Dr. Werner Hoyer, Präsident der Europäischen Investitionsbank, ist nicht nur Beobachter, sondern auch Gestalter europäischer Politik. Aus diesem Grund lud ihn die Stiftung ein, im Vorfeld der Europawahl auf der 13. Berliner Rede zur Freiheit über Europa als Freiheitsprojekt zu sprechen.

„Für die Menschen von außen ist Europa ein gigantisches Erfolgsmodell und ein großartiges Vorbild. Europa gilt rund um den Globus als ein Modell für Frieden, für gute Wirtschaft und Integration.“ Dieses Erfolgsmodell dürfe nicht von der Politik des starken Mannes kaputt gemacht werden. Denn diese spräche die Ängste der Menschen auf neue Weise an – mit neuen Technologien. Emmanuel Macron habe mit seiner direkten Ansprache der Bürgerinnen und Bürger Europas einen Nerv getroffen, da es quer gegen die nationale Nabelschau einiger populistischer Politiker liege. „Die beste Verteidigung gegen die Ideen des starken Mannes ist immer noch eine offene Gesellschaft“, sagte Hoyer. Junge Menschen verlören immer öfter das Interesse an demokratischen Ideen, sie hätten den Kampf gegen den Nationalsozialismus nicht mehr miterlebt und müssten das System der Freiheit wieder neu verstehen lernen. Europa benötige gerade eine Gesellschaft, in der sich die Mächtigen der Wahrheit verpflichten.

Zu den Rednern der Freiheit am Brandenburger Tor zählen Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur. In ihren Plädoyers über den Wert der Freiheit geben sie Impulse für eine liberale und offene Gesellschaft. Zu den bisherigen Rednern der Berliner Rede zur Freiheit gehörten Udo di Fabio, Heinrich August Winkler, Joachim Gauck, Paul Nolte, Peter Sloterdijk, Karl Kardinal Lehmann, Gabor Steingart, Mark Rutte, Zhanna Nemzowa, Ryszard Petru, Christian Lindner und Timothy Garton Ash.

Hoyer betonte, Europa sei ein Modell für Frieden, gute Wirtschaft und Integration

Wie hat Europa gewählt? Hier die Ergebnisse zur Europawahl:

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