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/ Internationale Politik

Digitales Corona-Management in Südkorea, nächtliche Ausgangssperren in Kenia oder Belgien, erster chaotischer Umgang mit der Pandemie in den USA: die Voraussetzungen und die Handhabung der Corona-Pandemie unterschieden sich weltweit stark. Dennoch zeichneten sich auch übergeordnete Trends ab, etwa der Anstieg von Desinformation, der schwierigen Balanceakt zwischen der Wahrung individueller Freiheiten und dem Gesundheitsschutz, bis hin zum Missbrauch der Pandemie zum Beschneiden demokratischer Strukturen und Prozesse. Und so hat die Corona-Pandemie mit ihren vielfältigen Folgen auch die internationale Arbeit der Stiftung 2020 maßgeblich bestimmt. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben uns via digitaler Formate in ihre Länder mitgenommen, von Regierungsmaßnahmen und persönlichen Erfahrungen berichtet. Sie haben so unseren Blick für den unterschiedlichen Umgang mit der Pandemie geschärft. Projektarbeit in Zeiten von Social Distancing erfordert enorme Kreativität – eine Herausforderung, der sich unsere Teams mit großem Erfolg gestellt haben. Es macht uns besonders stolz und dankbar, in diesem Jahresbericht herausragende Beispiele aus der internationalen Arbeit vorstellen zu können. Während die Pandemie 2020 vieles überschattete, gingen die systematischen Angriffe auf liberale Werte und Freiheitsrechte in vielen Ländern unverblümt fort. So musste die Stiftung die schwierige Entscheidung treffen, zum Schutze ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Projektbüro in Hong Kong zu schließen. Auch in Russland und der Türkei verengen sich die Spielräume für die Zivilgesellschaft weiter, was auch die dortige Projektarbeit der Stiftung vor große Herausforderungen stellt.

Auch im neuen Jahr 2021 werden die Corona-Pandemie und ihre Folgen unsere Arbeit maßgeblich mitbestimmen. Einschränkungen in der Krise dürfen nicht zur Selbstverständlichkeit werden. Unsere Partner werden wir daher in ihrer Arbeit unterstützen, politische Lösungen zum Umgang mit der Krise zu entwickeln, gesellschaftliche Debatten mitzugestalten und die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen.


Michael Georg Link MdB, Vorstand der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

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