/ Corona-App


Brauchen wir das, funktioniert das?



Es ist Mitte April 2020: Deutschland ist nach einem Monat „harten“ Lockdowns auf der Suche nach einer Exit-Strategie. Ein zentraler Baustein dieser Exit-Strategie – so die frühzeitige Erkenntnis – sei die Einführung einer sogenannten „Corona-Tracing-App“, um die Rückverfolgung von Kontaktpersonen bei bestätigten Corona-Fällen in Deutschland zu ermöglichen.

Können oder müssen wir gar den Datenschutz zurückstellen, um die Gesundheit von Millionen von Menschen zu schützen? Datenschutz, Überwachung, Menschenleben: Alle für eine hitzige Debatte benötigten Zutaten schienen gegeben und damit der Ausgangspunkt der ersten digitalen Kooperation zwischen der Stiftung und LOAD e. V. – dem Verein für liberale Netzpolitik.

Auf hohem Niveau sortierten die geladenen Experten die Debatte, betrachteten die vielfältigen Herausforderungen und auch Chancen der Digitalisierung im Kampf gegen die Pandemie. Mit dabei waren Konstantin Kuhle MdB, innenpolitischer Sprecher der Fraktion der Freien Demokraten im Deutschen Bundestag, Christin Schäfer, Mitglied der Datenethikkommission,

Dr. Malte Engeler, Richter am Schleswig-Holsteinischen Verwaltungsgericht, und Ann Cathrin Riedel, Vorsitzende von LOAD e. V.

Anstelle kategorischer Befürwortung oder Ablehnung der App stand die Frage im Mittelpunkt, wie es auch in Deutschland gelingen könne, die vor allem in China mit Hilfe digitaler Kontaktverfolgung erzielten Erfolge im Kampf gegen das Virus zu duplizieren, jedoch ohne hierbei den tief in unserem Werte-, Freiheits- und Rechtsverständnis verankerten Schutz personenbezogener Daten zu opfern.

Eine Diskussion, der es gelang, die oftmals technische Debatte in den größeren Kontext einzubetten. „Mir macht es Mut, dass wir in einem Land leben, in einer Europäischen Union, wo die offene Diskussion über solche Lösungen auch in der Gesellschaft möglich ist. Das zu erhalten, das wünsch ich mir“, so Konstantin Kuhle MdB.

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