/ Die sterbliche Seele der Freiheit


Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs war die liberale Demokratie die unbestrittene Siegerin im Wettbewerb der politischen Systeme. Nur 25 Jahre später ist diese Annahme überholt: Autokratinnen und Autokraten gewinnen weltweit stetig mehr Einfluss und erklären die liberale Idee für tot. Immer stärker greift der Populismus von links und rechts um sich. Weshalb es so weit gekommen ist und was wir konkret unternehmen können, um die Idee der Freiheit und Gleichheit zu stärken, zeigt der Bundestagsabgeordnete und Erste Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Marco Buschmann, in seinem Buch „Die sterbliche Seele der Freiheit“ – benannt nach dem vom antiken Philosophen Platon benannten Ort der Leidenschaft im Menschen, dem sterblichen Teil der Seele und Gegensatz zur Vernunft. Politische Konzepte, so Dr. Buschmanns These, können nur dann wirksam sein, wenn sie Menschen charakterlich berühren, also diesen „sterblichen Teil der Seele“ ansprechen.

„Es ist ein anstrengendes Buch“, stellte Dr. Wolfgang Schäuble, Präsident des Deutschen Bundestages, der das Buch im Rahmen einer Veranstaltung der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit präsentierte, gleich zu Beginn klar. Aber das liegt eben in der Natur der Sache, wenn man die Wirkungsmacht des Liberalismus anhand zahlreicher Klassikertexte herausarbeitet und daraus Argumente für die Stärke der liberalen Demokratie ableitet.

„Toleranz stärkt unsere demokratische Grundordnung und den Rechtsstaat. Eine stabile demokratische Ordnung muss Raum für alle bieten – ohne kann es keine Freiheit geben“, analysiert Dr. Wolfgang Schäuble bei der Buchvorstellung „Die sterbliche Seele der Freiheit“ von Dr. Marco Buschmann.

Ein zentrales Anliegen Dr. Buschmanns sei es, so Schäuble, zu zeigen, warum wir trotz eigener Prioritäten in einer Freiheitsordnung Raum für die anderen geben müssten. Es sei entscheidend, auch die Meinung der und des jeweils anderen zu respektieren, diese zur Kenntnis zu nehmen und sich damit auseinanderzusetzen. „Wenn wir nur noch brüllen oder uns in unseren sozialen Netzwerken bestätigen, anstatt miteinander im Austausch von These und Antithese zu ringen, dann wird die politische Diskussion so armselig, dass sie am Ende immer weniger Bindekraft (…) hat“, so Schäuble. Toleranz stärke daher die demokratische Grundordnung und den Rechtsstaat. Eine stabile demokratische Ordnung müsse Raum für alle bieten – ohne kann es keine Freiheit geben.

// Wenn wir nur noch brüllen oder uns in unseren sozialen Netzwerken bestätigen, anstatt miteinander im Austausch von These und Antithese zu ringen, dann wird die politische Diskussion so armselig, dass sie am Ende immer weniger Bindekraft (…) hat

So Schäuble. Toleranz stärke daher die demokratische Grundordnung und den Rechtsstaat. Eine stabile demokratische Ordnung müsse Raum für alle bieten – ohne kann es keine Freiheit geben.

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