/ Business meets politics

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// Wir brauchen unbedingt mehr Frauen in Führungspositionen.

- ­Bettina Stark-Watzinger

Was Unternehmerinnen aktuell von der Politik fordern

Was bedeutet es besonders für Frauen, in Zeiten der Corona-Pandemie unternehmerisch tätig zu sein? Vor welchen Herausforderungen stehen Unternehmerinnen momentan und wie können sie vonseiten der Politik unterstützt werden? Diesen Leitfragen Leitfragen widmete sich die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit am 23. November in einer Kooperationsveranstaltung mit dem Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU). Die beiden

Bundestagsabgeordneten Bettina Stark-Watzinger MdB (Fraktion der Freien Demokraten) und Marie-Luise Dött MdB (CDU-/CSU-Fraktion) betonten, dass man staatliche Hilfen nicht „mit der Gießkanne“ verteilen dürfe, sondern branchenspezifisch vorgehen müsse. Jegliche Maßnahmen müssten die Komplexität unserer Volkswirtschaft berücksichtigen, so Stark-Watzinger MdB. Als eine der größten Herausforderungen ihrer Branche nannte die Berliner Einzelhändlerin Liliana Cataldo die Tatsache, dass man nicht langfristig planen und investieren könne; hinzu komme eine nicht konsistente Kommunikationsweise seitens der Politik, die zu Verdruss und Unverständnis in Teilen der Bevölkerung führe.

Stephanie Bschorr, Steuerberaterin und ehemalige Präsidentin des VdU, forderte in einem Appell einen „Kulturwandel“ in Deutschland. In der Corona-Krise habe sich die Situation von Frauen um „vielleicht ein paar Jahrzehnte sogar“ verschlechtert, denn Homeschooling und die Pflege von Angehörigen seien mehrheitlich von Frauen übernommen worden. Hier müsse man mit gezielten Maßnahmen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, etwa durch ein neues Steuermodell oder eine Reform des Elterngeldes, fördern und den Frauen auf diese Weise auch einen finanziellen Anreiz zu einer Fortsetzung ihrer beruflichen Tätigkeit bieten. Schließlich waren sich alle Referentinnen einig, dass wir die während der Krise gewonnenen Erkenntnisse und erreichten Fortschritte bei der Digitalisierung als Chance begreifen sollten, um den digitalen Strukturwandel in Deutschland langfristig voranzutreiben.